Hospitality Inside: progros

Drei Säulen bewähren sich

Eschborn (12.2.2010). Der progros Einkaufsgesellschaft schlossen sich im vergangenen Jahr 80 neue Hotels an. Damit wird sie von rund 620 Hotels in Deutschland für den professionellen  Einkauf genutzt. Das insgesamt über progros getätigte Einkaufsvolumen stieg um knapp sieben Prozent auf 128 Millionen Euro.

Leichte Einbrüche im klassischen Einkaufsbereich wurden durch die positive Entwicklung des Projekt-Managements kompensiert, das für die Beschaffungsdurchführung von Hotelneubauten entwickelt wurde, erklärt Jochen Oehler, Geschäftsführer der progros (www.progros.de), weiter. Und fasst zusammen: "Das erste Halbjahr 2009 war eine besondere Herausforderung, da der überwiegende Teil der Hotellerie von den Auswirkungen der Wirtschaftskrise hart getroffen war“.

Der Anteil der Einkäufe über progros-Lieferanten am Gesamteinkaufsvolumen der Hotels erhöhte sich sogar von 32,7 auf 33,6 Prozent. Gestiegen sei die Nachfrage nach Dienstleistungen wie beispielsweise externer Lohnbuchhaltung oder nach Versicherungen sowie nach Kommunikationselektronik. Rückläufig waren insbesondere die Nachfrage im F&B- und im Investitionsgüter-Bereich. Für das laufende Jahr hat sich Oehler eine Steigerung des Einkaufsvolumens auf 140 Millionen Euro und das Anwachsen der Hotels im Pool auf circa 660 Häuser vorgenommen. Seit Januar 2010 haben sich bereits weitere 17 Hotels für den progros-Einkaufspool entschieden.

Hotels machen sich mit elektronischer Verrechnung vertraut

Im ersten vollen Jahr nach der Einführung der für alle progros-Hotels kostenfreien E-Procurement Lösung "FutureLog" betrug der dort getätigte Umsatz drei Millionen Euro. 2010 rechnet progros mit mehr als einer Verdoppelung und somit Erhöhung der E-Procurement-Umsätze auf sechs bis sieben Millionen Euro. Erhebliche Prozess- und Arbeitsvorteile erzielen die progros-Hotels ausserdem über die elektronische Rechnungsübermittlung. Mittlerweile wird ein Drittel der Rechnungen der progros-Hotels im Einkaufspool elektronisch übermittelt.

Positiv verlief auch die Entwicklung von pro-CHECK, dem Online-Lieferantenbewertungsportal. Zunächst, so Oehler, hätten die Hotels gezögert, die Lieferanten zu bewerten. Erst als diese ihre Kunden aktiv aufforderten, dies zu tun, hätte das Portal eingeschlagen. Im Bereich Projekt Management unterstützte progos 2009 zehn Hotelneubauten bei der Beschaffung von Inventar. Diese Dienstleistung nehmen auch Hotels in Anspruch, die nicht dem progros-Einkaufspool angehören. Zu den laufenden Projekten zählt das neue Scandic Hotel in Berlin sowie das Travel Charme Ifen Hotel im Kleinwalsertal. Das Geschäftsfeld Supply Management, massgeschneiderte strategische Consultingleistung im Supply Chain Management, realisierte 2009 fünf Beratungsprojekte.


Beim Wachstum des Einkaufspools konzentriert sich progros nach wie vor gezielt auf die Hotellerie mit einem Umsatz von mehr als 1 Million Euro pro Jahr (2.251 Betriebe laut Hotelmarkt Deutschland 2009; Hotelverband Deutschland). Die Hotels, die ihren Einkauf über progros steuern, machen in diesem Marktsegment einen geschätzten Marktanteil von etwa 28 Prozent aus. Die progros GmbH setzt laut Geschäftsführer Jochen Oehler jährlich etwa elf Millionen Euro um und erlöst etwa 450.000 Euro, damit liegt ihre Umsatzrendite bei rund 4 Prozent. / sst

Auszug aus einem Artikel von www.hospitalityinside.com, Ausgabe 12.2.2010

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