Top hotel, 06/2009: Vier-Sterne Glanz am Nordseestrand
Das einem eleganten Passagierschiff
nachempfundene Columbia Wilhelmshaven begrüßte Mitte April seine ersten
Gäste - als erstes Hotel der Vier-Sterne-Superior-Kategorie in
Wilhelmshaven
- Quelle: Top hotel 06/2009
Auf den ersten Blick könnte man meinen, die Eröffnung des First Class-Hotels ausgerechnet in Wilhelmshaven sei ein Ausrutscher gewesen - in einer 83.000-Einwohner-Stadt im nordwestlichen Niedersachsen mit hoher Arbeitslosigkeit, ständigem Bevölkerungsrückgang und einem eher negativ behafteten Image. Hinzu kommt, dass sich die anderen Häuser der Hotelgesellschaft im Ostseebad Travemünde, im verhältnismäßig wohlhabenden Rüsselsheim und im mondänen Bad Griesbach befinden. Zudem gehören drei weitere Domizile auf Zypern zum Portfolio. Boris Tigges, Marketing- und Verkaufsdirektor des Hauses, stellt solche Überlegungen nicht an; er zeigt sich optimistisch: »Ein vergleichbares Hotel gibt es im Umkreis von 100 Kilometern nicht«, schwärmt er und könnte damit durchaus Recht haben. Kein anderes Hotel in dem genannten Radius besitzt Übernachtungs- und Tagungskapazitäten in dieser Größenordnung und auf diesem hohen Niveau. Zudem ist das Columbia das erste Domizil in Wilhelmshaven, das mit der Klassifizierung Vier-Sterne-Superior aufwarten kann. Geleitet wird es von Matthias Golze, der aus Bremen stammt, die Region somit wie seine Westentasche kennt und zuvor als stellvertretender Direktor des Columbia Hotel Travemünde fungierte.
City- und Strandnähe
Der Newcomer in Wilhelmshaven verfügt über 120 Zimmer und 25 Suiten, in denen helle und warme Farben dominieren. Hinzu kommen hochwertige Möbel und modernste Technik wie LCD-Fernseher, WLAN und eine individuell regelbare Klimaanlage. Das Top-Refugium des Hauses, die »Kaiser Wilhelm Suite«, kommt auf 120 Quadratmeter, das kleinste Zimmer ist immerhin noch 30 Quadratmeter groß. Für einen Aufenthalt im Columbia Wilhelmshaven spricht nach Auffassung von Boris Tigges unter anderem die Lage »wenige Minuten von der City und gleichzeitig nur einige Schritte vom Nordseestrand entfernt, zentral und doch ruhig«.
Die Verbundenheit zum Wasser ist im Hotel allgegenwärtig. So erinnert das achtstöckige und 35 Meter hohe Gebäude schon von außen an einen noblen Passagierdampfer, unter anderem wegen der Terrassen, die wie bei einem Schiffsbug vorspringen. Aber auch bei der Gestaltung des Innenlebens wählte man ganz bewusst maritime Bezüge, wie beispielsweise im Gourmetrestaurant, das nach dem Entdecker und Seefahrer Marco Polo benannt wurde. »Ich will das Restaurant auf der kulinarischen Landkarte als eine der modernsten und innovativsten Küchen in ganz Norddeutschland etablieren und die Gäste begeistern«, erklärt der 33-jährige Küchenchef Andre Stolle, der 2005 im Romantik-Hotel Altes Gymnasium in Husum seinen ersten »Michelin«-Stern erkochte und zwei Jahre später an den Bodensee wechselte - in ein ebenfalls mit einem Stern ausgezeichnetes Restaurant im Romantik-Hotel Residenz am See in Meersburg. Doch mit welcher Küche will er die Gäste im »Marco Polo« überzeugen? »Ich interpretiere die klassisch französische Küche, die mit internationalen und nationalen Produkten spielt, auf eine junge und kreative Weise.« Ein besonderer Akzent werde dabei durch regionale Waren aus kontrolliertem Anbau gesetzt, so Stolle.
Ebenfalls in der ersten Etage des Columbia Hotels liegt das Ganztages-Restaurant »Harbour View« mit Panoramablick auf den großen Hafen und die Kaiser-Wilhelm-Brücke, das Wahrzeichen der Stadt. An warmen Tagen ist hier zusätzlich die Außenterrasse geöffnet. Um sich sowohl bei den Übernachtungsgästen als auch bei den Einheimischen einen Namen zu machen, wurde der »Kulinarische Kalender« ins leben gerufen. Der »Einschulungsbrunch« für alle Familien mit ABC-Schützen am 8. August oder das »Gewürztheater« am 17. Oktober, bei dem ein Sechs-Gänge-Menü mit einer Vielfalt an Gewürzen zu einem raffinierten Erlebnis werden soll, sind zwei Beispiele von rund 30 Events, mit denen das Hotel in den nächsten Monaten aufwarten will.
Für Gäste, die ihr Dinner mit einer Zigarette oder Zigarre beschließen möchten, wurde im ersten Obergeschoss die »Casablanca Smoker's lounge« mit edlen Holzvertäfelungen und Ledersesseln geschaffen. Marketing-Direktor Tigges: »Dieses Outlet wird von unseren Gästen außerordentlich gut genutzt, zumal dort auch Getränke und Speisen serviert werden.« Bei der Auswahl der Zigarre ist auf Wunsch der Tabak-Experte Carsten Rinkewitz behilflich. Hauptsächlich kümmert sich dieser allerdings um die Hotelbar neben der Lobby im Erdgeschoss, den »Seven C’s Club«. Hier werden in stilvoll-maritimem Ambiente Cocktails, Whisk(e)ys und andere Spirituosen kredenzt, aber auch Kaffee-, Tee- und Schokoladenspezialitäten stehen auf der Karte.
Bei aller Exklusivität: Das Columbia Wilhelmshaven, in dem knapp 80 »dienstbare Geister« arbeiten, will ausdrücklich offen für alle Bürger der Stadt sein. Aus diesem Grund kann der 830 Quadratmeter große Beauty- und Spa-Bereich grundsätzlich von jedermann genutzt werden. Zur Auswahl stehen hier ein 15 Meter langer Swimmingpool, eine Finnische Sauna, ein Dampfbad, eine Eisdusche und ein Solarium. Die hauseigene Kosmetikerin bietet zudem verschiedene Treatments an. Ungewöhnlich gut bestückt präsentiert sich der Fitnessraum mit einer Reihe von Cardio-Geräten, wie sie sonst nur in großen Studios zu finden sind. Der Entspannung und Erholung der Gäste dienen auch der Ruhebereich und die Terrasse - mit Ausblick über den Innenhafen.
Ein anderer Hafen wird nach seiner Eröffnung in voraussichtlich zwei Jahren zwar nicht vom Hotel aus zu sehen sein, ist aber aus dem Columbia-Konzept schon heute kaum noch wegzudenken: Der 360 Hektar große »JadeWeserPort«, Deutschlands einziger Tiefwasserhafen, soll der Vier-Sterne-Herberge viele Gäste aus dem In- und Ausland bescheren. Boris Tigges: »Wir rechnen mit einer starken Sogwirkung, die von diesem gigantischen Tiefwasserhafen - neben Rotterdam der zweitgrößte Europas - ausgehen wird.« Hiervon dürfte in erster Linie das Tagungs- und Veranstaltungsgeschäft profitieren, in das die Hotelleitung massiv investiert hat. Ein großer Festsaal, vier Konferenzräume für insgesamt 140 Personen, drei Boardrooms, der »Captain's Room« für Private-Dining-Events und ein voll ausgestattetes Business-Center sollen den perfekten Rahmen für die verschiedensten Veranstaltungen - vom Seminar bis hin zum internationalen Kongress - liefern. So bietet allein der 300 Quadratmeter umfassende Festsaal im Erdgeschoss mit Fensterfront zum Großen Hafen 240 Sitzplätze und verfügt dabei - wie alle anderen Tagungsräume - über modernste Technik. »Natürlich sollen bei uns nicht nur Geschäftsleute tagen können«, erklärt Boris Tigges und verweist darauf, dass bereits mehrere Hochzeiten und andere private Feste im Hotel gefeiert wurden. »Die Wilhelmshavener freuen sich über das Haus«, so der Direktor. Und die Freude sei gegenseitig: Das Columbia habe eine gesicherte Zukunft vor sich - so wie auch die Stadt selbst.
City- und Strandnähe
Der Newcomer in Wilhelmshaven verfügt über 120 Zimmer und 25 Suiten, in denen helle und warme Farben dominieren. Hinzu kommen hochwertige Möbel und modernste Technik wie LCD-Fernseher, WLAN und eine individuell regelbare Klimaanlage. Das Top-Refugium des Hauses, die »Kaiser Wilhelm Suite«, kommt auf 120 Quadratmeter, das kleinste Zimmer ist immerhin noch 30 Quadratmeter groß. Für einen Aufenthalt im Columbia Wilhelmshaven spricht nach Auffassung von Boris Tigges unter anderem die Lage »wenige Minuten von der City und gleichzeitig nur einige Schritte vom Nordseestrand entfernt, zentral und doch ruhig«.
Die Verbundenheit zum Wasser ist im Hotel allgegenwärtig. So erinnert das achtstöckige und 35 Meter hohe Gebäude schon von außen an einen noblen Passagierdampfer, unter anderem wegen der Terrassen, die wie bei einem Schiffsbug vorspringen. Aber auch bei der Gestaltung des Innenlebens wählte man ganz bewusst maritime Bezüge, wie beispielsweise im Gourmetrestaurant, das nach dem Entdecker und Seefahrer Marco Polo benannt wurde. »Ich will das Restaurant auf der kulinarischen Landkarte als eine der modernsten und innovativsten Küchen in ganz Norddeutschland etablieren und die Gäste begeistern«, erklärt der 33-jährige Küchenchef Andre Stolle, der 2005 im Romantik-Hotel Altes Gymnasium in Husum seinen ersten »Michelin«-Stern erkochte und zwei Jahre später an den Bodensee wechselte - in ein ebenfalls mit einem Stern ausgezeichnetes Restaurant im Romantik-Hotel Residenz am See in Meersburg. Doch mit welcher Küche will er die Gäste im »Marco Polo« überzeugen? »Ich interpretiere die klassisch französische Küche, die mit internationalen und nationalen Produkten spielt, auf eine junge und kreative Weise.« Ein besonderer Akzent werde dabei durch regionale Waren aus kontrolliertem Anbau gesetzt, so Stolle.
Ebenfalls in der ersten Etage des Columbia Hotels liegt das Ganztages-Restaurant »Harbour View« mit Panoramablick auf den großen Hafen und die Kaiser-Wilhelm-Brücke, das Wahrzeichen der Stadt. An warmen Tagen ist hier zusätzlich die Außenterrasse geöffnet. Um sich sowohl bei den Übernachtungsgästen als auch bei den Einheimischen einen Namen zu machen, wurde der »Kulinarische Kalender« ins leben gerufen. Der »Einschulungsbrunch« für alle Familien mit ABC-Schützen am 8. August oder das »Gewürztheater« am 17. Oktober, bei dem ein Sechs-Gänge-Menü mit einer Vielfalt an Gewürzen zu einem raffinierten Erlebnis werden soll, sind zwei Beispiele von rund 30 Events, mit denen das Hotel in den nächsten Monaten aufwarten will.
Für Gäste, die ihr Dinner mit einer Zigarette oder Zigarre beschließen möchten, wurde im ersten Obergeschoss die »Casablanca Smoker's lounge« mit edlen Holzvertäfelungen und Ledersesseln geschaffen. Marketing-Direktor Tigges: »Dieses Outlet wird von unseren Gästen außerordentlich gut genutzt, zumal dort auch Getränke und Speisen serviert werden.« Bei der Auswahl der Zigarre ist auf Wunsch der Tabak-Experte Carsten Rinkewitz behilflich. Hauptsächlich kümmert sich dieser allerdings um die Hotelbar neben der Lobby im Erdgeschoss, den »Seven C’s Club«. Hier werden in stilvoll-maritimem Ambiente Cocktails, Whisk(e)ys und andere Spirituosen kredenzt, aber auch Kaffee-, Tee- und Schokoladenspezialitäten stehen auf der Karte.
Bei aller Exklusivität: Das Columbia Wilhelmshaven, in dem knapp 80 »dienstbare Geister« arbeiten, will ausdrücklich offen für alle Bürger der Stadt sein. Aus diesem Grund kann der 830 Quadratmeter große Beauty- und Spa-Bereich grundsätzlich von jedermann genutzt werden. Zur Auswahl stehen hier ein 15 Meter langer Swimmingpool, eine Finnische Sauna, ein Dampfbad, eine Eisdusche und ein Solarium. Die hauseigene Kosmetikerin bietet zudem verschiedene Treatments an. Ungewöhnlich gut bestückt präsentiert sich der Fitnessraum mit einer Reihe von Cardio-Geräten, wie sie sonst nur in großen Studios zu finden sind. Der Entspannung und Erholung der Gäste dienen auch der Ruhebereich und die Terrasse - mit Ausblick über den Innenhafen.
Ein anderer Hafen wird nach seiner Eröffnung in voraussichtlich zwei Jahren zwar nicht vom Hotel aus zu sehen sein, ist aber aus dem Columbia-Konzept schon heute kaum noch wegzudenken: Der 360 Hektar große »JadeWeserPort«, Deutschlands einziger Tiefwasserhafen, soll der Vier-Sterne-Herberge viele Gäste aus dem In- und Ausland bescheren. Boris Tigges: »Wir rechnen mit einer starken Sogwirkung, die von diesem gigantischen Tiefwasserhafen - neben Rotterdam der zweitgrößte Europas - ausgehen wird.« Hiervon dürfte in erster Linie das Tagungs- und Veranstaltungsgeschäft profitieren, in das die Hotelleitung massiv investiert hat. Ein großer Festsaal, vier Konferenzräume für insgesamt 140 Personen, drei Boardrooms, der »Captain's Room« für Private-Dining-Events und ein voll ausgestattetes Business-Center sollen den perfekten Rahmen für die verschiedensten Veranstaltungen - vom Seminar bis hin zum internationalen Kongress - liefern. So bietet allein der 300 Quadratmeter umfassende Festsaal im Erdgeschoss mit Fensterfront zum Großen Hafen 240 Sitzplätze und verfügt dabei - wie alle anderen Tagungsräume - über modernste Technik. »Natürlich sollen bei uns nicht nur Geschäftsleute tagen können«, erklärt Boris Tigges und verweist darauf, dass bereits mehrere Hochzeiten und andere private Feste im Hotel gefeiert wurden. »Die Wilhelmshavener freuen sich über das Haus«, so der Direktor. Und die Freude sei gegenseitig: Das Columbia habe eine gesicherte Zukunft vor sich - so wie auch die Stadt selbst.

