progros - die einzige Full-Service-Einkaufsgesellschaft der Spitzenhotellerie

Qualität trotz steigender Kosten

Professionelles Einkaufsmanagment birgt attraktive Einsparungspotentiale und maximiert den Gewinn

Seit einigen Monaten wird die Hotellerie mit steigenden Einkaufskosten konfrontiert - in manchen Bereichen ist die Verteuerung sogar erheblich. So haben sich Preise der landwirtschaftlichen Rohstoffe für die Nahrungsmittelindustrie in einem bisher nicht da gewesenen Maße erhöht. Kaum ein Zweig der Lebensmittel-Branche bleibt davon verschont.



Von den Preiserhöhungen sind auch nahezu alle Sortimentsbereiche eines Hotels betroffen. Es gibt viele Gründe, die auch in Zukunft - ob wir wollen oder nicht - zu Erhöhungen der Einkaufskosten generell führen werden:


  • Knapper werdende Erträge durch klimabedingte Ernteausfälle,
  • Angebotsverknappung durch anderweitige Verwendungen der Rohstoffe (Stichwort Biodiesel, Pellets etc.) oder einem Nachfrageüberhang (Stichwort Bio-Produkte),
  • steigende Energiekosten haben eine Verteuerung nahezu aller Produkte, die die Hotellerie einsetzt, zur Folge. Grund: die meisten Produkte, mit denen die Hotellerie arbeitet, sind energieabhängig,
  • erhöhte Logistikkosten durch steigende Energiepreise und Verkehrsabgaben und damit Verteuerung der Lieferkostenanteile,
  • steigende Markenstandards verstärken den Druck auf die Hotellerie, zur Erhaltung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit ebenfalls aufzurüsten,
  • Zusatzkosten bzw. Abgaben im Zusammenhang mit der Klimasituation, die sich ebenfalls unmittelbar auf die Produktionskosten auswirken.


Ob die Preissteigerungen, mit denen die Branche direkt konfrontiert wird, von der Zulieferseite begründet sind, oder ob die genannten Faktoren lediglich als Vorwand für eine verdeckte Preissteigerung fungieren, wird kaum eindeutig geklärt werden können. Sicher ist jedoch, dass steigende Einkaufspreise jetzt und in Zukunft unabwendbar sind. Die denkbar schlechteste Reaktion wäre, auf Qualität zu verzichten und auf Schnäppchenjagd zu gehen. Dies setzt einen Teufelskreis in Gang, der drastische, wenn nicht sogar existenzbedrohende Auswirkungen haben kann. Denn früher oder später wird der Gast die deutlich gestiegenen Preise oder die sinkende Qualität von Dienstleistungen wahrnehmen und boykottieren. Das Resultat ist ein Umsatz- und/oder Renommeeverlust. Intelligenter und vor allem nachhaltiger ist der Einsatz professioneller Einkaufsinstrumente. Hier einige Tipps, worauf Sie achten sollten und wie Sie Ihre Einkaufskosten optimieren können, um Preissteigerungen bestmöglich abzufedern oder ihnen vorzubeugen:


Lieferantenkonzentration


Reduzieren Sie die Zahl Ihrer Lieferanten auf ein bedarfsgerechtes Minimum! Devise: »So wenig wie möglich, soviel wie nötig.« Damit haben Sie weniger Bestellaufwand, niedrigere Lieferstückkosten, weniger Rechnungen bzw. Buchhaltungsarbeit und ein höheres Einkaufsvolumen für bessere Konditionen.


Ausschreibungen


Führen Sie jetzt Ausschreibungen in den Top-Einkaufsbereichen Ihres Hotels (nach Einkaufskosten) für das Jahr 2008 durch. Definieren Sie Ihre Produkte und spezifizieren Sie Ihre Qualitätsanforderungen. Stellen Sie all das in einer Übersicht zusammen und lassen Sie dies von drei bis vier Lieferanten bepreisen. So bekommen Sie einen Überblick über den für Sie am besten erzielbaren Preis.


Kernsortimente bilden


Definieren Sie genau die Produkte, die Sie in Ihrem Hotel benötigen, und erarbeiten Sie zusammen mit dem Lieferanten Ihre Kernsortimente. Da die Auswahl zahlreicher Lieferanten stetig wächst, spricht vieles dafür, größere Volumen bei einem Lieferanten zu kaufen. Die Kernsortimente können mit lokalen oder auch nationalen Anbietern festgelegt werden. Kosten und Qualität sind in vielen Fällen - regionale Spezialitäten ausgenommen - weitestgehend vergleichbar.


Einkaufsabläufe überprüfen


Machen Sie unbedingt eine Bestandsaufnahme und klären Sie, wer in Ihrem Betrieb was, wann und warum bei welchem Lieferanten kauft.


Nutzen Sie also die aktuellen Preissteigerungen und auch zukünftige Erhöhungen der Einkaufskosten aktiv als Chance. Stellen Sie Ihren Einkauf auf den Kopf und erarbeiten Sie zusammen mit Ihren Kollegen, Abteilungsleitern und / oder Direktoren eine klare Einkaufsstrategie, bei der Sie als Ziel haben sollten, Sortimente zusammenzufassen, die Zahl der Lieferanten - passend zu Ihrem Betriebskonzept - zu reduzieren, sowie die Bestell- und Prozessabläufe zu verbessern. Somit stellen Sie sicher, dass Sie Preissteigerungen fast komplett ausweichen können oder die Erhöhungen erheblich sanfter ausfallen. Als Ergebnis haben Sie mehr Geld und Zeit, bessere Betriebsergebnisse und sind wettbewerbsfähig.




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